Claudia Albrechts Buch „Das Leben ist Kosakensalat!“ unter den Bestsellern im April!

Das Leben ist Kosakensalat!

Das Leben ist Kosakensalat!

Bestseller im April, sowie eine ausführliche Rezension von Heike Klein (Rheinpfalz)

In der Rheinpfalz Ausgabe Nr. 105 vom 7. Mai 2015 wird das bei Plöger Medien erschienene Buch von Claudia Albrecht „Das Leben ist Kosakensalat!“ bei der Neustädter Buchhandlung Quodlibet auf dem dritten Platz der Bestseller geführt. Wir gratulieren der Autorin und freuen uns darüber sehr!

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Rezension von Heike Klein (Rheinpfalz):

„Das Leben ist Kosakensalat“. Also lecker, pikant, wirr und manchmal auch undefinierbar. Die Neustadterin Claudia Albrecht musste nicht lange nachdenken, um den Titel für ihre Sammlung selbst erlebter Geschichten zu finden. Auf 141 Seiten packt sie ihr eigenes Leben in dichte, unterhaltsame, leicht verdauliche Erzählungen. Sie schont niemanden, nicht sich, nicht ihre Ex-Partner und auch nicht den Metzger, der für die Titelgeschichte seine Wurst geopfert hat. Diskret verschweigt sie die Namen derer, von denen sie im Leben besonders hart gefordert wurde. Aber die 50-Jährige stellt im Gespräch dankbar klar: „Ohne diese Erlebnisse wäre ich nicht so geworden, wie ich bin. Und würde nicht hier stehen.“ Die Erz-Neustadterin kann. Sie kann so vieles. Nichts davon macht sie halb, immer ist sie mit ganzem Herzen dabei. So sehr, dass es unglaublich wirkt, wenn man es in der Rheinpfalz liest. Dort taucht sie oft auf. Als Hobby-Sängerin auf Profi-Niveau in drei Ensembles, als Moderatorin bei großen Veranstaltungen sowie als Beraterin und Organisatorin bei Veranstaltungen der Neustadter Tourist, Kongress und Saalbau GmbH. Und seit einem Jahr steht sie auf einer weiteren großen Bühne und gestaltet die Politik in ihrem Wohnort Gimmeldingen als Ortsvorsteherin wesentlich mit. Das macht sie nicht nur beliebt. So jemand wie ihr, einer Frau für alle Fälle, traut man und auch „frau“ nicht über den Weg. Unheimlich wirkt es aber nur, wenn man das Phänomen Albrecht noch nicht persönlich kennen gelernt hat. Schließlich meistert die Alleinerziehende nebenbei einen Hauptberuf und ist in der gesamten Republik im Bereich der Produktvermarktung und auf Firmenschulungen unterwegs. Weil sie weiß, wie angreifbar Begriffe machen, vermeidet sie dabei bewusst die Bezeichnung „Unternehmensberaterin“. Und jetzt schreibt sie auch noch ein Buch. „Woher nimmt sie Zeit und Energie?“ Die Episoden entstanden nicht aus einem Guss. Sie hat sich über ein Jahrzehnt lang immer mal wieder hin gesetzt und eine Geschichte aufgeschrieben. Es ist ein leicht zu lesendes, lustiges Buch für Frauen geworden. Doch gerade deswegen sei auch Männern angeraten, es in die Hand zu nehmen. Denn Claudia Albrecht verrät so viel von sich, dass ihre Geschlechtsgenossinnen bei der Lektüre nicken und stöhnen: „Ja, genau so erging es mir.“ Damit wird die Geschichtensammlung zu einem wertvollen Männerratgeber. Wenn sie nur richtig lesen können. Etwa bei den Erinnerungen an misslungene „runde“ Geburtstage, bei der sich Albrechts jeweilige Lebensabschnittspartner an Gedankenlosigkeit überboten und so aus den besonderen Anlässen eine Enttäuschung machten. Albrecht steht zu ihren Ängsten und zeigt Lösungswege. Liest man das Buch in der Öffentlichkeit, muss man aufpassen. Dann nämlich quillt ein lautes Lachen heraus, wenn man sich bildlich vorstellt, wie die kleine Claudia mit einem Schlachtermesser bewaffnet im Bett liegt, weil sie sich entsetzlich fürchtet. Und der Anblick des unschuldig schlafenden Mädchens mit dem Messer an der Kehle später die Großeltern erschreckte. Dass in ihr schon immer sehr viel Kreativität steckte, merkt man aus weiteren Episoden aus der Kindheit. Einer Zeit, in sich die lieben Kleinen noch mit den Nachbarskindern auf der Straße trafen und ihr winziges Taschengeld durch den illegalen Verkauf von Schnittblumen aus Mamas Garten aufbesserten. Köstlich auch, dass die kleine Bande mit Originalkontoauszügen aus dem Bestand der Nachbarjungen auf dem Bürgersteig „Büro spielten.“ So taucht in Albrechts Erinnerungen eine Welt auf, die inzwischen untergegangen ist. Auch wenn sie die Leichtigkeit betont, mit der sie „unterhalten möchte“, birgt die Lektüre doch eine Menge zum Nachdenken und Wehmut. Weniger erbaulich sind ihre Erinnerungen an einen Kaplan, der als Religionslehrer merkwürdige Spielchen mit den Schülern veranstaltete. Ihren Hang zur Rebellion entdeckte sie nicht zuletzt wegen Menschen wie ihm. Aber auch ordnungswütige, neugierige Nachbarn, ignorante Polizeibeamte, ein bekannter Comedian (keine Angst, er wird nicht namentlich genannt) und eiskalte Neureiche bekommen ihr Fett weg. Genauso wie jener Metzger, der die Wurstreste einer Woche freitags unter der Bezeichnung „Kosakensalat“ auf die Theke stellte. Dank der feurigen Sauce war diese Spezialität bei den ahnungslosen Kunden ein Selbstläufer. Claudia Albrecht legt die Finger in die Wunden. Mit Witz und Diskretion. Vor Lachen biegt sich der Leser schließlich bei der Sache mit den Linsen. Mehr sei zu diesem Gericht nicht verraten. Es bleibt lediglich anzumerken: „Typisch, Claudia Albrecht.“ Sie tappte schließlich, mal mehr oder weniger naiv, mit Wonne in die Fettnäpfchen. Manchmal litt sie völlig unschuldig, wie die Erinnerungen an alte Weinkehlchen-Zeiten zeigen. Doch einmal verursachte sie selbst einen teuren Zwischenfall, der ihr immer noch als Trauma nachhängt. Ihre Schusseligkeit beim Tanken, als sie einen Leihwagen mit dem falschen Sprit auffüllte, beschäftigte sie so sehr, dass sie sogar ein einfaches Verfahren entwickelte, um zukünftige Fehlgriffe zu vermeiden. Dass sich das Patent letztlich nicht durchsetzte, vermutet sie, liege daran, dass so viele Unternehmen davon profitierten, wenn der Fehler im Betankungssystem nicht korrigiert werde. Garniert hat sie ihren Bucherstling auf dem Unterhaltungssektor mit eigenen Skizzen,  weitere Würze verleihen. Albrecht trat bislang eher mit selbst getexteten Liedern in  Erscheinung. Auch ein Sachbuch „Trenddekorationen“ sowie nachdenklich-besinnliche Texte zu einem Jahrbuch mit Bildern von Theo Ofer hat sie bereits verfasst. Ihre Inspirationsquelle sucht sie jeden Morgen beim „innerlichen Frohlocken“ vor einer Kerzenflamme. Sie sei sehr gläubig und bete und meditiere intensiv. So versuche sie sich vorzubereiten, wie ein Kompass einzunorden auf einen neuen Tag mit teils schwerer See. Begegnet man ihr, fällt auf, mit welcher Geduld sie auch bei anstrengenden, schwierigen Menschen gelassen bleibt. Gerade in der Lokalpolitik muss sie schließlich immer wieder mit harscher Kritik und Anfeindungen fertig werden. Ihr Motto: „Es gibt unbequeme Menschen. Aber ich verstehe mich als Dienstleister, im Beruf wie auch in der Politik“. Nach der Lektüre gehen ihre Mitbürger vielleicht vorsichtiger mit ihr um. Denn eine Fortsetzung unter dem Titel „Zeit für Wodka“ ist bereits in Arbeit. Wer sich dann nicht zwischen den Buchdeckeln finden möchte, sollte sich wachsam umdrehen. Es könnte ja Claudia Albrecht mit gezückter Feder dahinter stehen und mit unbestechlichem Auge wahrnehmen, wie ein Amtsinhaber gerade seine Macht missbraucht. Fazit: Nebenwirkungen beim Lesen können bei jenen Menschen auftreten, die zum Lachen in den Keller gehen oder besonders gerne ihre Mitbürger schikanieren. Besonders Herzinfarkt gefährdet sind die namentlich nicht genannten Ekelpakete, die uns bisweilen unser Leben so schwer machen. Alle anderen Menschen, vor allem die Pfälzer in der näheren und weiteren Umgebung von Neustadt, genießen das Buch entspannt bei einem kleinen Gläschen Wein.

Claudia Albrecht plant für die nächsten Wochen mehrere Buchvorstellungen. Die Termine werden noch bekanntgeben.

Lesezeichen: 141 Seiten, Plöger Medien, Annweiler. Das Buch ist im örtlichen Buchhandel zum Preis von 12,80 Euro erhältlich. ISBN: 978-3-89857-303-0 (kle)